Semantik für das System:
Ontologiebasierte Applikationsmodellierung

Ontologien als systemweit einheitliche Repräsentations- und Steuerungssprache sind der Schlüssel zur objektorientierten, logikbasierten Entwicklung von m2n Intelligence Management-Lösungen: m2n Intelligence Applications werden - ohne Zwischencode - durch das Modell definiert und hochperformant zur Laufzeit interpretiert. Kodierung und Kompilierung entfallen.

Von der modellgetrieben generierten zur modellbasiert objektorientierten Entwicklung

Ontologien legen sowohl für den Benutzer als auch für das System die Semantik zur kontextuellen Interpretation aller Anwendungs- und Systemdaten fest.

Ontologien bieten sämtlichen Systemkomponenten eine einheitliche Ausdrucksform und bilden Daten, Schemata und Steuerungsinformationen in einem konsolidierten Graphen ab:

Die einzelnen Funktionskomponenten des Systems interpretieren jeweils „ihren“ Teil des semantischen Netzes und führen die Methoden gemäß der Ablauflogik der Execution Engine aus.

Anwendungsdaten: Das frei definierbare „Zielmodell“ legt das Schema der eigentlichen Inhalte fest: Klassen- und Eigenschafts-Hierarchien, semantische Beziehungen und Logik. Basisklassen, im Beispiel Prüfungsmanagement, könnten etwa Prüfungsvorgänge und Revisionsabläufe, Personen, Ergebnisse, Methoden, Ressourcen und Zielsetzungen sein. Im Rahmen von Compliance Management werden beispielsweise Business Rules wie Verrechnungsregeln oder gesetzliche Grundlagen definiert.

Konfigurationen: Neben dem Domänenmodell werden sämtliche Konfigurationsdaten im Framework semantisch repräsentiert. So liegen etwa dem Interface Framework, der Query-Modellierung aber auch der Ansteuerung diverser Schnittstellen und der Parametrisierung des Data Networks Ontologien zugrunde. Eine Adaption der entsprechenden Graphen wirkt sich unmittelbar zur Laufzeit aus.

Programmfluss und Ablauflogik: Die Execution- und Workflow Engine führen die modellierte, ontologiebasiert definierte Ablauflogik aus und bieten neben der Steuerung der Funktionsmethoden eine umfassende Geschäftsprozess-Unterstützung. >> mehr

Interview mit Tim Bernes-Lee über Programmieren auf Ebene RDF

In einem Interview (28.07.2006) spricht Tim Berners-Lee über das Programmieren auf Ebene RDF - wesentliche Konzepte der modellbasierten Applikationsentwicklung, die in m2n Intelligence Management bereits umgesetzt wurden bzw. in Kunden- und Forschungsprojekten Anwendung finden! >> Zitat

Das durchgreifende, einzigartig generische Konzept der semantischen Modellierung bewirkt, dass Entwicklung, Konfiguration und Administration sowie operative Anwendung durch den Endbenutzer mittels der gleichen Komponenten und Konzepte auf Basis einer Client-Implementierung durchgeführt werden („Singular Application Layer“). Ein konsolidierter und optimierter Applikationsgraph steuert alle Daten entsprechend ihrer Bedeutung für den Anwendungsfall, sinnstiftend sowohl für den Anwender als auch für das System!

m2n Intelligence Management setzt auf den Sprachstandards RDF(S) und OWL DL auf. Eigene Konstrukte wie Formeln, Constraints und Autowerte, dynamische Änderungen von Instanz-Klassenzugehörigkeiten sowie diverse Kombinationen aus diesen machen m2n zu einem generischen und überaus mächtigen Modellierungswerkzeug der nächsten Generation. Logisches Schließen erfolgt mittels eines leistungsfähigen Reasonerframeworks, das neben der systemeigenen Inferenzmaschine beliebige weitere Reasoner unterstützt.

Vom Programmieren zum Modellieren - Vergleich

Ontologien als abstrakte "Modellierungssprache" bringen Effizienz bei der Applikationsentwicklung:

"Klassischer" Ansatz
Kodiert

m2n Intelligence Management
Modell-/Ontologiebasiert

Zieldefinition und Festlegung der Domäne

Definition und Festlegung des konzeptionellen Schemas, Programmentwurf

Aufbau der Ontologie auf Anwendungs- und Applikationsebene, das Modell bestimmt die Lösung unmittelbar

Entwicklung des physischen DB-Modells
(Tabellen, Felder, Indizes, Views, etc.)

Kodierung (z.B. Logik, Ansichten, ...)
"Programmieren im Feinen"

entfällt

Test und Iteration betrifft Logik und Kodierung

Test und Iteration betrifft nur Logik, Adaptionen rasch, evolutionär